Eisenblume für die Landesgartenschau in Schleswig

Wie wird das Wetter vor unserer Haustür










 


Landfrauen stehen nicht im Regen

 

Vom Kreis Steinburg bis nach Schleswig – Landfrauen bewegen das Land. Egal wie das Wetter auch ist, Landfrauen scheinen da ziemlich unempfindlich zu sein, sie strahlen auch bei Sturmtief „Kirsten“ und sorgen dafür, dass die Landesgartenschau in Schleswig um eine Attraktion reicher wird.
 
Vom Landeslandfrauenverband angeregt waren die 182 Landfrauenvereine in Schleswig-Holstein aufgefordert, eine 2 Meter hohe Blume nach eigener Fantasie aus Eisen zu schweißen. Die Blumen wurden jetzt in Schleswig auf dem Gelände der Landesgartenschau angeliefert und sollen in den nächsten Tagen wahrscheinlich als Allee eingepflanzt werden. Elke Göttsche und Renate von Borstel vom Kreisvorstand Steinburg brachten die elf Blumen aus ihrem Kreis nach Schleswig, wo insgesamt 155 Eisenblumen abgegeben wurden. Eine Zahl, die Antje Kottich von der Landesgartenschau-Gesellschaft imponierte. Aber auch die vielfältige Gestaltung der Blumen beeindruckte. Ob aus Fahrradfelgen, Eisenstäben mit Topfschwämmen, mit Lack oder schon mit Patina überzogen, aufrecht oder gebogen, die künstlerischen Formen sind sehenswert. Marga Trede, Vizepräsidentin des Landeslandfrauenverbandes, war stolz auf die 38000 Mitglieder, von denen ein Teil sogar extra Schweißkurse besucht hat. „Wenn Frauen einen starken Willen haben, können sie alles, nicht nur Kochen und Backen.“ Im Herbst werden die Blumen für einen guten Zweck versteigert.

 

 



Besuch vom Wetterexperten Niko Renkosik

 Die Vielzahl der unterschiedlichen Blumen konnte aber nicht über die Regenschauer und Sturmböen hinweghelfen, die über das Land zogen. Der Landfrauenverein Wilstermarsch ließ sich im Landgasthof „Zum Dückerstieg“ von Niko Renkosik aus Neumünster über Wetter und Klima sowie deren Vorhersagen aufklären. Der 23-Jährige beobachtet das Wetter seit zehn Jahren und studiert Meteorologie in Kiel. Er baute 2002 das Schleswig-Holstein-Netz auf und aus. Auf den Internetseiten tauschen heute 37 Hobbymeteorologen täglich Mess- und Augendaten aus. Unter www.internetwetter.de kann sich jeder über die Wetterlage in der Region informieren.

 Den Landfrauen erläuterte Niko Renkosik was Wetter überhaupt ist, wo und wie es entsteht und wie Vorhersagen zu Stande kommen. Das wechselhafte Wetter der letzten Woche ist typisches Rückseitenwetter, wenn eine Kaltfront wie Tief „Kirsten“ durch ein Gebiet gezogen ist. Der Wettermann erklärte Wolkenbildungen und den Okklusionspunkt (eine Mischfront, wo die stärksten Niederschläge auftreten) und dass dichte Isobaren auf der Wetterkarte auf starke Winde hinweisen.

 „Mit dem Wissen werden wir jetzt die Wettervorhersagen genauer betrachten und besser verstehen“, dankte der Vereinsvorstand dem Referenten. Auch wenn die Aussichten für Ostern nicht viel Sonne beinhalten. (sko)