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Lavendel, Roter Klee und Gänseblümchen sind
hübsch
anzusehen, Brennnessel, Giersch, Vogelmiere und Löwenzahn sind im
Garten eher
lästiges Unkraut. Mit diesem Vorurteil räumt Kräuterfachfrau Rosi
Thumann in
Volkshochschul-Kursen auf. Jetzt zeigte sie einigen Frauen vom
Landfrauenverein
Wilstermarsch, wie man altbekannte Speisen mit Kräutern aus der Natur
verfeinern und aufpeppen kann. Rosi Thumann hat sich vor zwei Jahren beim
Landfrauenverband
zur Kräuterfachfrau qualifizieren lassen und bietet seitdem Kurse an. Sie hatte die Wildkräuter aus Garten, Wiese
und Feld bereits
soweit vorbereitet und Rezepte bereitgelegt. Nach einer kurzen
Einführung
konnten die zwölf Teilnehmerinnen in der Küche der Gemeinschaftsschule
Wilster
los legen. Von der Seminarleiterin gebackene Kräuterbrote warteten auf
selbstzubereitete Kräuterbutter und bildeten die perfekte Beilage zur
Brennnesselsuppe, der Möhren-Holunderblüten-Suppe oder dem Spargelsalat
mit
Kräutern. Salbei-Hackröllchen an Kräuterbratlingen und Grünem
Kartoffelsalat,
zum Nachtisch Rhabarber-Erdbeermus mit Holunderblüten auf Quarkcreme.
Die
Landfrauen kochten ein vielfältiges Menü, das nach dem Aufräumen der
Küche
gemeinsam verspeist wurde. Zur Kaffeezeit schmecken Blüten-Muffins mit
Löwenzahngelee und am Abend Thymian-Käsechips zum Wein. Die einfachen Rezepte waren leicht nachkochbar und die Landfrauen mit Begeisterung und Spaß dabei. Rosi Thumann gab Tipps und Tricks zur Verwendung der Kräuter und erklärte, dass in der Kräuterküche ein Wiegemesser und ein Kunststoffbrett wichtig sind. Wer zum Kräutersammeln in die Natur geht, sollte bei Brennnesseln und Löwenzahn die jungen Triebe und neuen Blätter verwenden, bei Frauenmantel die sich gerade öffnenden Blätter. Bei Schnittlauch und Thymian können auch die Blüten verwendet werden. Interessenten können bei Rosi Thumann unter Telefon 04823-1301 Näheres über Kursabende erfahren (Fotos und Text sko). |