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Samstag, 28.06. Wir waren eine kleine und bunt gemischte Reisegruppe von insgesamt 27 Personen, die sich morgens um 5:00 Uhr in Wilster am ZOB trafen. Jan Ubben, der Chef selbst, fuhr mit dem Bus die erste Etappe bis kurz hinter Lübeck. Dort wartete schon Jürgen, unser Busfahrer, auf uns, der dann den Bus übernahm. Auf der Fahrt nach Danzig machten wir insgesamt fünf Pausen bevor wir unser Hotel das „Hilton Old Town“ in Danzig erreichten. Das Hotel lag, wie der Name schon vermuten ließ, mitten in der Altstadt. Die letzten 200 Meter zum Hotel mussten wir zu Fuß mit unseren Koffern laufen, da der Bus dort nicht hinfahren durfte. Nach dem Abendessen machten einige von uns noch einen kleinen Spaziergang, um sich die Beine etwas zu vertreten und einen ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen. Sonntag, 29.06. Nach dem Frühstück trafen wir vor dem Hotel unseren Stadtführer Zenon, der mit uns zu Fuß durch die Altstadt von Danzig lief. Die ehemalige Hansestadt hatte uns viel zu bieten. Danzig hat eine charmante Altstadt mit vielen bunten Schmuckfassaden. Zuerst zeigte Zenon uns das Zeughaus, weiter ging es zum Goldenen Tor, das leider gerade renoviert wurde. Nun liefen wir den langen Markt bis zum Rathaus hinunter, eine der schönsten Straßen in Danzig. Vor dem Rathaus steht der bekannte Neptunbrunnen, bei dem wir einen kurzen Stopp machten. Hier hatten wir einen schönen Hintergrund für unser erstes Gruppenfoto. Weiter ging es zur Marienkirche. Die Marienkirche ist die größte Backsteinkirche der Welt und wird umgangssprachlich die „Krone Danzigs“ genannt. Sie bietet mit 4.900 qm ca. 25.000 Menschen Platz und ist eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Danzig. Von dort ging es weiter durch die Bernsteingasse hinunter zur Uferpromenade. Die Gasse diente auch schon als Filmkulisse für die Serie „Die Buddenbrooks“. An der Uferpromenade angekommen konnten wir ein weiteres Wahrzeichen von Danzig sehen – das berühmte Krantor. Hier endete unsere Stadtbesichtigung und wir konnten uns auf eigene Faust noch etwas umsehen. Um kurz vor 14 Uhr trafen wir uns wieder und fuhren mit dem Bus zum „Dom von Oliwa“. Dort hörten wir ein kurzes Orgelspiel in einer beeindruckenden Kirche. Weiter ging es dann mit dem Bus nach Zoppot. Zoppot ist bekannt für seine schönen Kurhäuser, den Sandstand und die hölzerne Seebrücke. Hier konnten wir auf der längsten Mole in Europa, die weit in die Danziger Bucht herausragt, spazieren gehen. Anschließend fuhren wir zurück ins Hotel zum Abendessen. Montag, 30.06. Wir verließen um 8:30 Uhr Danzig und fuhren in das ca. 60 km entfernte Marienburg zur mächtigen Ordensburg der Hochmeister des Deutschen Ritterordens. Das Prachtbauwerk steht auf der Liste des UNESO Weltkulturerbes, da es der größte Backsteinbau Europas ist. Viele Millionen Mauerziegelsteine wurden in der 20 Hektar großen Burganlage verbaut. Wir konnten das Schloss leider nicht besichtigen, da es wegen Renovierungsarbeiten geschlossen war. Dafür durften wir uns kostenlos die Burganlage mit einem Audioguide ansehen. Von hier aus fuhren wir weiter zu unserem nächsten Höhepunkt der Reise – zur Schifffahrt auf dem Oberlandkanal. Über fünf Rollberge, den sogenannten „Schiefen Ebenen“, werden die Schiffe zur Bewältigung des Höhenunterschieds von 99 m, auf Schienenwagen über Land transportiert. Leider hatten wir zu wenig Wasser im Oberlandkanal, so dass nicht alle Ebenen befahrbar waren. Wir konnten nur drei Ebenen hinaufzufahren, aber dadurch kamen wir in den Genuss diese auch wieder hinunterzufahren. Zurück am Bus ging es dann durch sehr schöne Landschaften weiter nach Sensburg zu unserem Hotel „Anek“, das für die nächsten vier Nächte unser zu Hause sein sollte. Sehr schön war es, dass es direkt am Ufer des Czos -Sees lag. Dienstag, 01.07. Am Morgen lernten wir Hanna, unsere Reiseleitung für die nächsten zwei Tage, kennen. Sie begleitete uns durch die nördliche Masurenlandschaft und gab uns viele Informationen über Land und Leute. Auf wunderschönen Baumalleen und an schönen Seenlandschaften vorbei fuhren wir zur Wallfahrtskirche „Heilige Linde“. Die prächtige Barockkirche ist weit über die Grenzen hinaus für ihre farbenfrohen Fresken und ihr Orgelspiel bekannt. Das Instrument ist reich mit beweglichen Figuren verziert, die während des Spielens zum Leben erweckt werden. Anschließend fuhren wir zur Wolfschanze. Das ehemaligen Hitler-Hauptquartier liegt versteckt im Wald in der Nähe von Rastenburg. Zwischen 1940 und 1944 wurden hier ca. 100 Gebäuden errichtet. Die Baustelle hatte den Tarnnamen „Chemische Werke Askania“ und war seit 1941, mit dem Beginn des Deutsch-Sowjetischen Krieges, der Hauptaufenthaltsort von Hitler. Hier erinnern Massen von Beton- und Bunkerresten an die Vergangenheit. Die Decken der Bunker waren 6 bis 8 Meter dick. Wir hatten einen sehr interessanten und informativen Rundgang, bei dem uns viele Orte gezeigt wurden. Wie z.B. der Ort, wo die Baracke stand, an dem Graf von Stauffenberg das Attentat auf Hitler verübt hatte. Die Wolfschanze ist ein geschichtlich sehr interessanter Ort und gleichzeitig ein Mahnmal. Danach fuhren wir weiter zu einem Masurischen Bauernhof, der schon lange in Familienbesitz ist. Der Bauernhof ist bekannt für seinen selbstgemachten Butterkuchen und seinen wunderschön angelegten und gepflegten Garten. Während wir den Butterkuchen genießen konnten, wurde uns die Geschichte und Geschichten des Bauernhofs erzählt. Auf dem Dachboden war ein kleines Museum mit den damaligen Alltagsdingen eingerichtet und das Haus der Großeltern war ebenfalls noch unverändert zu besichtigen. Eine wahre Zeitreise. Mittwoch 02.07. Nach dem Frühstück besuchten wir die Stadt Nikolaiken, die an einem großen See liegt. Bei sommerlichen Temperaturen um 30 Grad verkürzten wir die Stadtführung und verbrachten unsere Zeit lieber in den Eisdielen, um uns ein wenig abzukühlen. Anschließend stand eine Stakentour auf der Krutynia, dem schönsten Fluss Ostpreußens, auf dem Programm. Mit insgesamt drei kleinen flachen Booten wurden wir lautlos durch die schmalen, zum Teil mit Schilf bewachsenen Kanäle gestakt. Die Fahrt bot uns einen guten Eindruck von der unberührten Natur der Region – glasklares Wasser, Vogelstimmen und naturbelassenen Landschaft der Johannesburger Heide. Am Rand der Johannesburger Heide liegt ein kleines Kloster der Altgläubiger oder auch Philipponenkloster genannt. Das ehemalige Nonnenkloster liegt am Ufer des Drusensees. Es wurde 1847 gegründet und war durch regelmäßig aus Russland entsandte Nonnen in Betrieb. Nach dem Tod der letzten Nonne stellte es den Betrieb 2006 ein. Hinter der Kirche befindet sich ein orthodoxer Friedhof mit typischen Holzkreuzen. Von hier aus fuhren wir mit dem Bus zu einem Treffpunkt im Wald. Hier erwartete uns schon Eulalia mit ihren zwei Pferdekutschen. Wir fuhren quer durch den Wald hin und her zu Eulalias Gnadenhof, einem kleinen Landgut, auf dem gerettete Tiere gepflegt werden. Dort fand an diesem Tag eine traditionelle Masuren-Bauernhochzeit statt und das Brautpaar war zufälligerweise bei uns auf der Pferdekutsche mitgefahren. Uns erwartete eine traditionelle Musiktruppe, die mit ihren Trachten, Musik und Tanz für eine authentische Atmosphäre sorgte. Das Hochzeitsessen bestand aus einem rustikalen Dreigängemenü. Nach dem Essen hatten wir die Möglichkeit mit Eulalia noch einen Rundgang über ihren Hof zu machen und ihre Tiere kennenzulernen. Um 19:00 Uhr ging es zurück zum Hotel. Donnerstag 03.07. Heute hatten wir bei herrlichem Sommerwetter den ganzen Tag Zeit zur freien Verfügung. Einige von uns gingen um den See spazierten oder sprangen in das kühle Nass. Andere unternahmen eine einstündige Schifffahrt auf dem See oder nutzten die Zeit im nahegelegenen Kaufland einkaufen zu gehen. Auch die Terrasse am Hotel war gut besucht, hier wurde bei kühlen Getränken ein bisschen gechillt und geklönt. Freitag 04.07. Heute verließen wir die Masuren und fuhren weiter nach Thron. Die Stadt zählt zu den ältesten und schönsten des Landes und ist mit fast 300 Baudenkmälern ein einzigartiges Freilichtmuseum, das seit 1997 UNESCO Weltkulturerbe ist. Unsere Stadtführerin Nadja zeigte uns die Stadtmauer, die Marienkirche mit den hohen Kirchenfenstern und das alte Rathaus aus dem 13. Jahrhundert mit dem Innenhof. Wir besuchten den Froschbrunnen- bei dem man sich etwas Wünschen konnte, wenn man über die Köpfe streichelte. Weiter ging es vorbei am “schiefen Turm“ hinunter zur Weichsel, wo wir am Ufer unser zweites Gruppenfoto machten. Zurück Richtung Innenstadt kamen wir an dem Geburtshaus des weltbekannten Astronomen Nikolaus Kopernikus vorbei und sahen auf dem Marktplatz sein Denkmal. Danach hatten wir noch etwas Freizeit, bevor es mit dem Bus weiter nach Posen zu unserem letzten Hotel ging. Nach dem Einchecken im Hotel, aßen wir zu Abend. Manche von uns nutzten danach noch den lauen Sommerabend aus, um einen kleinen Spaziergang in die Altstadt zu machen. Am historischen Marktplatz bewunderten wir die bunten Häuser und das Rathaus. Es war eine tolle, moderne und lebendigen Atmosphäre auf dem Platz. Samstag 05.07. Nach einem tollen Frühstück im Hotel starteten wir um 9:00 Uhr wieder Richtung Heimat. In Schwiebus machten wir einen kurzen Stopp an der Christus-Statue. Durch den aufgeschütteten Erdhügel, auf dem die Statur errichtet wurde, hat das Denkmal eine Gesamthöhe von 52 m. Viele von uns nutzten die Zeit sich noch einmal die Füße zu vertreten und bestiegen die Statur. Danach ging es dann weiter über Berlin Richtung Heimat, wo wir um 19:08 Uhr wieder zu Hause ankamen (Fotos undText mk). |