
Blumen für die
Schauspielerinnen der "Brokdorfer Gang" (von links): Christel
Alpen mit Karin Wiggers, Elke Rave, Gerdi Looft und Hanna Averhoff.
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Über 170 Frauen konnte
Christel Alpen zur Erntedankfeier des Landfrauenvereins Wilstermarsch
begrüßen. Der Bezirk Beidenfleth hatte den Saal der
Gaststätte von Holger Frauen mit Erntegaben aus Garten und Feld
festlich ausgeschmückt und nach einem Imbiss sprach Pastor Jens
Siebmann über das Erntefest und die Plattdeutsche Sprache.
Festredner Günter Fleskes vom Zentrum für Niederdeutsch in
Leck referierte über die Bedeutung von Mehrsprachigkeit für
die Intelligenzförderung. Er vertritt die Meinung, dass in unserer
Region die Plattdeutsche Sprache innerhalb der Familie gefördert
werden sollte und die Kinder dann bereits zweisprachig aufwüchsen.
So haben Kinder, die von Haus aus Niederdeutsch sprechen, es in der
Schule gerade im Englischunterricht leichter. „Een Spraack leevt
bloss, wenn de Minschen eer schnacken!“ Öllern un Grootöllern
sind hier besonders gefordert. „Auch im Alter kann man noch Platt
lernen, es dauert nur etwas länger“, gab Fleskes einen weiteren
Vorteil des Lernens in Kinderjahren zu bedenken. Pastor Siebmann hat
also noch gute Chancen, outete er sich doch als Plattversteher, aber
„Nicht-Sprecher“. Der Beidenflether Kirchenchor bewies seine
Vielsprachigkeit, in dem er mundsprachige Lieder zu Gehör brachte
und die „Brokdorfer Gang“ brachte einen plattdeutschen Sketch auf die
Bühne, in dem es um Ferkel und andere Gören ging. (sko) |